Ab etwa 45 Jahren verliert die natürliche Augenlinse zunehmend ihre Elastizität – das Sehen in der Nähe fällt schwerer, eine Lesebrille wird notwendig. Diese Alterssichtigkeit (Presbyopie) betrifft praktisch alle Menschen.
Der refraktive Linsenaustausch (RLA) – auch Clear Lens Exchange (CLE) oder Refractive Lens Exchange genannt – ersetzt die natürliche Linse durch eine Kunstlinse. Dabei können gleichzeitig Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus korrigiert werden.
Ein zusätzlicher positiver Effekt: Da die natürliche Linse entfernt wird, kann sich später kein Grauer Star mehr entwickeln.
Der refraktive Linsenaustausch basiert auf dem gleichen Verfahren wie die Katarakt-Operation – mit dem Unterschied, dass die Linse noch klar ist und der Eingriff zur Sehkorrektur erfolgt.
Zur Auswahl stehen verschiedene Kunstlinsen:
Monofokale Linsen für eine Sehdistanz, trifokale Linsen für Nähe, mittlere Distanz und Ferne sowie torische Linsen zur Korrektur von Astigmatismus.
Moderne trifokale Linsen ermöglichen vielen Patientinnen und Patienten vollständige Brillenfreiheit.
Der Eingriff erfolgt minimalinvasiv über einen sehr kleinen Schnitt, ist ambulant und mit einer kurzen Erholungszeit verbunden.
Stärken von Argus Augenklinik
Ablauf der Behandlung
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Voruntersuchung & Beratung
Biometrie, Hornhautmessung, Refraktion: Wir untersuchen Ihre Augen umfassend und nehmen uns Zeit, die passende Linsenlösung mit Ihnen zu besprechen. -
Linsenauswahl
Gemeinsam wählen wir die für Sie geeignete Kunstlinse – monofokal, trifokal oder torisch. -
Eingriff
Wir führen den Eingriff ambulant unter lokaler Betäubung durch. Pro Auge dauert er etwa 15–20 Minuten. Die Augen werden im Abstand von etwa einer Woche behandelt. -
Kontrolle am Folgetag
Wir überprüfen Ihr Sehvermögen und den Heilungsverlauf. -
Nachsorge
Sie nehmen für ca. 4 Wochen Augentropfen. Wir begleiten Sie weiterhin mit Kontrollen nach 1 Woche, 1 Monat und 3 Monaten.
Häufige Fragen
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei rein refraktiver Indikation – einer noch klaren Linse – nicht.
Sind Halos oder Lichtringe nach der OP normal?
Manche berichten in der Anfangszeit nach dem Eingriff von Halos um Lichtquellen bei Nacht. Das Gehirn gewöhnt sich in den meisten Fällen innerhalb weniger Monate daran.
Was ist der Unterschied zu Katarakt-OP?
Das Verfahren ist identisch. Der Unterschied: Beim Grauen Star ist die Linse trüb (krankhaft), beim RLA ist sie noch klar (elektiver Eingriff zur Sehkorrektur).
Bin ich danach wirklich brillenfrei?
Mit trifokalen Linsen sind der Grossteil der Patientinnen und Patienten im Alltag brillenfrei. Für sehr kleine Schrift oder sehr dunkle Umgebungen kann trotzdem eine leichte Brille hilfreich sein.
Ab welchem Alter macht RLA Sinn?
Ab ca. 45–50 Jahren, wenn die Alterssichtigkeit störend ist und Augenlasern keine optimale Lösung mehr bietet.